Diving: News

1283637600
Europameisterschaften 2010 in Budapest / USA - Tucson (USA)30.08.2010- 05.09.2010

Sascha Klein holt 2 x Gold und seinen ersten Einzeltitel

Das Jubiläumsjahr des SV Neptun Aachen krönt Sascha Klein gleich mit zwei Goldmedaillen und seinem ersten Einzeltitel bei der Europameisterschaft in Budapest.

Sascha Klein sprang mit Traumnoten zu seinem ersten Einzel-Gold. Der Aachener schnappte sich am Sonntagabend zum Abschluss der Schwimm-Europameisterschaften in Budapest vom Turm mit 534,85 Punkten überlegen den Sieg. Grundlage war sein fünfter Sprung, für den er von allen sieben Kampfrichtern die Höchstnote von 10,0 bekam. Hausding, der mit Klein tags zuvor Synchron-Gold vom Turm gewonnen hatte, wurde mit 516,45 Punkten Zweiter. Als Vorkampfsieger war Sascha schlecht in den Wettkampf gestartet, rollte dann aber dank seiner Nervenstärke das Feld von hinten auf. Hausding lag nach dem vierten Durchgang noch in Führung. Nach ihrem Doppelerfolg lagen sich die beiden Deutschen jubelnd in den Armen.

Sascha Klein und Patrick Hausding
Sascha Klein und Patrick Hausding

Im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm verteidigte Sascha Klein gemeinsam mit dem 21-Jährigen Berliner Patrick Hausding den Titel . Für das Duo war es nach 2008 und 2009 das dritte EM-Gold in Serie. Hausding/Klein bekamen von den Kampfrichtern für ihre sechs Sprünge 478,11 Punkte. Damit verwiesen sie die Russen Victor Minibaev/Ilja Zakharov (466,95) und Timofei Hordeichik/Vadim Kaptur aus Weißrussland (426,03) auf die Plätze.

Patrick Hausding aus Berlin holte als erster Springer bei allen fünf EM-Entscheidungen eine Medaille. Insgesamt fischte Hausding - zudem bester deutscher EM-Starter - in Budapest zweimal Gold und dreimal Silber aus dem Sprung-Becken. Zu diesem Wahnsinns-Erfolg auch Glückwunsch aus Aachen.

Uschi Freitag und Katja Dieckow (Halle/Saale) haben eine Medaille im Synchronwettkampf vom 3-m-Brett knapp verpasst.
Das Duo kam mit 286,50 Punkten auf Platz vier. Die Italienerinnen Tania Cagnotto und Francesca Dallape (327,90) verteidigten ihren Titel erfolgreich vor den Paaren aus der Ukraine (312,00) und Russland (307,50).
Insgesamt erkämpfte sich Uschi drei Finalteilnahmen. Im 1m-Finale erreichte sie den 8. Final-Platz mit 254,95 Punkten, im 3m-Finale mit 247,60 Punkten den 10. Platz.

Der Vorjahres-Dritte Pavlo Rozenberg aus Aachen war im Vorkampf nach einem verpatzten Absprung gescheitert und erlebte ein unschönes Déjà-vu. Denn schon bei der WM 2009 in Rom war er auf dem 3-Meter-Brett nach einem missratenen Anlauf ins Wasser gefallen und nach der Vorrunde ausgeschieden. Am Mittwochvormittag startete er schon nervös in den Wettkampf und hatte immer wieder kleine Fehler gezeigt. "Beide, Trainer und Springer, wollen immer sehr viel, vielleicht fehlte da die Lockerheit. Er hatte das Finale locker drauf", sagte Wassersprung- Bundestrainer Lutz Buschkow.

Lieber Sascha, anbei ein paar Zeilen von Gerta Nadenau zu Deinen tollen Erfolgen:

Hallo Sascha,
zu den beiden Europameisterschaftstiteln gratuliere ich Dir von ganzem Herzen. Es ist sehr schön, dass du in Patrick Hausding einen so tollen Partner und Freund gefunden hast.(auch Glückwunsch für ihn). Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als du mit deinem kleinen Bruder bei mir in der Nachwuchsgruppe angefangen hast. Den Grundstein für deinen weiteren Erfolg hat Günther Tippmann dann gelegt, an dem dann weiterangeknüpft werden konnte. Aus diesen Grundlagen hast Du Deine tollen Erfolge im SV Neptun erreichen können. Wir waren immer sehr stolz auf dich. Du warst immer ein feiner Kerl, bleib so.


Diesen bewegenden Worten von Frau Nadenau möchten auch wir , die Mitglieder des SV Neptuns, uns von ganzem Herzen anschließen. Wir wünschen dir auch weiterhin viel Erfolg auf sportlicher aber auch privater Ebene.

Auch Uschi Freitag gratulieren wir zu ihren Finalteilnahmen. Fast wäre es ja sogar noch Bronze im Synchronspringen geworden.
Pavel, wir wissen, dass Du es kannst. Beim nächsten Mal klappt es ganz bestimmt.

[ Zur EM-Seite des DSV ]


1283637600
Jugendweltmeisterschaften 2010 in Tucson / USA - Tucson (USA)30.08.2010- 05.09.2010

Benedikt Donay bester deutscher Springer bei der JWM 2010!

Benedikt Donay

Von allen Neptun-Fans: Herzlichen Glückwunsch
zum 18. Geburtstag
und zur tollen JWM-Leistung!!

Wie schon 2008 bei der letzten Jugendweltmeisterschaft in Aachen war auch in diesem Jahr bei der JWM in Tucson / Arizona ein Aachener Springer aus der Familie Donay bester deutscher Athlet. Vor zwei Jahren gewann sein Bruder Johannes in der Ulla-Klinger-Halle mit Bronze vom 3m-Brett die einzige deutsche Medaille. Hierzu reichte es für Benedikt Donay im heißen Tucson zwar nicht ganz, aber mit Platz fünf im 3m-Synchronspringen erreichte er mit seinem Berliner Partner Oliver Homuth die insgesamt beste DSV-Platzierung und mit Platz 6 vom 1m-Brett auch die beste deutsche Platzierung in einem Einzelwettbewerb.

Im Synchronspringen verpassten Benedikt Donay und Oliver Homuth eine Medaille nur ganz knapp: Weniger als drei Punkte hinter den Vierten fehlten nur sieben Punkte an Bronze. Und die verloren sie mit einem zwar synchronen, von beiden aber zu flach eingetauchten dreieinhalb Auerbachsalto, dem schwersten Sprung nicht nur ihrer Serie, sondern der gesamten Konkurrenz. „Schade, sie waren so nah dran“, so Trainer Alexander Neufeld. „Ein durchschnittlicher Sprung hätte sogar zu Silber gereicht!“

Glück sollte Benedikt dann der 1m-Wettkampf bringen: bei der 18. JWM ging er drei Tage nach seinem 18. Geburtstag mit der Startnummer 18 in den Wettkampf. Auf der Tribüne Daumen drückend mit dabei seine Mutter, die als Geburtstagsüberraschung eigens aus Deutschland angereist war.

Nach einem zufriedenstellenden Vorkampf zog er als Zehnter von 27 Startern – mit Luft nach oben – sicher in den Endkampf der besten Zwölf ein. Hoch motiviert ging Benedikt bei noch immer extrem hohen Temperaturen am Abend unter Flutlicht im Finale an den Start. Mit einer enormen Steigerung, der größten aller Finalisten, lag von dem letzten Durchgang sogar nur vier Punkte von Silber und Bronze entfernt auf Platz vier. Zwar zauberte er auch seinen letzten Sprung, den zweieinhalb Vorwärtssalto, sauber ins Wasser. Durch den höheren Schwierigkeitsgrad seiner Konkurrenten konnte er ganz vorne aber nicht mehr mitmischen. Am Ende belegte er hinter dem siegreichen Amerikaner Kristian Ipsen sowie je zwei Chinesen und Mexikanern als bester Europäer dennoch einen hervorragenden sechsten Platz.

Froh, es allen Kritikern der letzten Monate gezeigt zu haben, jubelte Benedikt nach seinem letzten Wettkampf in der Jugend: „Ich bin nur noch glücklich; das war einer meiner besten Wettkämpfe, wenn nicht sogar der Beste!“ Auch Bundestrainer Frank Taubert sah dies so und war voll des Lobes für sein tolles Finale.

Die Leistung von Benedikt Donay spiegelte sich auch in der amerikanischen JWM-Rankingliste wider: Obwohl nur in zwei Wettkämpfen am Start belegte er bei der männlichen Jugend als bester Deutscher Platz 18. Die übrigen DSV-Starter landeten auf den Plätzen 32 (Oliver Homuth, Berlin), 34 (Kieu Duong, Berlin), 35 (Martin Wolfram, Dresden), 38 (Tim Pyritz, Rostock), 42 (Tina Punzel, Dresden), 51 (Philipp Kirchhoff, Leipzig) und 55 (Marie Klass und Jessica Roch, Leipzig).


1280527200
XIII. Fina World Masters Championchips - Goeteborg (Schweden)24.07.2010- 31.07.2010

Göteborg/Schweden, 27.-31. Juli

Am 24. Juli 2010 machten sich Lucie Freitag-Fransen, Vicki Whyte, Christine Riemann und Alice Jope auf den Weg zu den Weltmeisterschaften der Masters im Kunst- und Turmspringen. Natürlich nehmen wir auch unseren Trainer Lothar Freitag mit, der ja nicht fehlen darf, zumal er uns ja immer gut motiviert und ‘aufbaut’. Sonntag und Montag haben wir die Sprunganlage, unsere Konkurrenten sowie die Gegend erkundet, bevor es am Dienstag dann wettkampfmäßig los ging. 27 Nationen gingen an den Start. Die Wettkämpfe gestalteten sich wie folgt:

Dienstag erkämpfte Vicki sich einen 6. Platz (AK 30) und Alice (AK 45) einen 3. Platz vom 1 m.

So, der Anfang ist gemacht ... jetzt kann es weiter gehen:

Mittwoch haben sich Lucie und Christine (beide AK 55) tapfer geschlagen und den 4. und 6. Platz belegt.

Donnerstag standen die 3 m-Wettkämpfe auf dem Programm. Lucie und Christine starteten zuerst und belegten in ihrer Altersklasse den 3. und 4. Platz; Vicki komplettierte diesen Tag mit einem 6. Platz.

Zur Auflockerung und Ablenkung fand abends dann ein ‘Englischer Abend’ statt, der von den Engländern mit einem kalt/warmen Buffet organisiert wurde, an dem aber Alle die Möglichkeit hatten, teilzunehmen - toll organisiert !

Der anstehende Freitag stand ganz im Zeichen der Mutigen - der Turm ruft. Diesen Ruf hat wohl nur Lucie gehört - Sie startete von unserem Team als Einzige und wurde 2. hinter der Österreicherin Grete Kugler.

Man kann sagen, dass das Teilnehmerfeld in den einzelnen Altersklassen schon recht ‘gehoben’ war - alle Teilnehmer haben Ihr Bestes gegeben.

Das ‘bewährte’ Team ist wieder in der Heimat angekommen.

Rückblick: es hat wie immer Spaß gemacht - es war eine tolle WM !

Die nächste WM findet 2012 in Riccione/Italien statt.

Berichterstatterin: Alice Jope


1273269600
Deutsche Sommermeisterschaften der A/B-Jugend 2010 in Leipzig - Rostock04.05.2010- 08.05.2010

Neptun-Springer mit 5 x Gold und 2 x Silber

-Benedikt Donay und Timo Barthel erobern JEM-Tickets -

Benedikt Donay
Benedikt Donay sichert sich seine fünfte JEM-Teilnahme.

Groß wäre das Neptun-Team, dass sich zur DM der A/B-Jugend nach Rostock aufmachen wollte, im Vergleich zu früheren Jahren ohnehin nicht gewesen. Kurz zuvor aber reduzierte es sich noch einmal um ein Drittel: Timo Walldorf verpasste bei den NRW-Meisterschaften seine DM-Teilnahme und Alexander Schäfer, immerhin eine der JEM-Hoffnungen seines Trainers Alexander Neufeld, brach sich wenige Tage vor der Abfahrt bei einer Schulkeilerei die Nase – und aus war sein Traum von der ersten JEM-Teilnahme. So ruhten die Aachener Hoffnungen am Ende auf vier Springern.

Und die machten ihre Sache ganz gut. Im Jahrgang 1996 der B-Jugend konnte Timo Barthel erneut in allen vier Disziplinen – 1m, 3m, Turm und Kombination – die nationale Konkurrenz hinter sich lassen. Zum DM-Beginn war es vom Einer im Meisterschaftsdurchgang nicht gut gelaufen. Trotz einer Null-Wertung für seinen 2 ½-Auerbach holte er sich zwar den DM-Titel, verpasste die JEM-Norm aber deutlich. Diese holte er im JEM-Qualifikationsdurchgang aber mit einer fehlerlosen Kürserie nach und sicherte sich hinter seinem älteren Leipziger Konkurrenten Phillip Kirchhoff sein erstes JEM-Ticket.

„Vom Dreier hat Timo eine insgesamt prima Leistung gezeigt und sich noch vor Kirchhoff in dieser Disziplin den JEM-Startplatz eins gesichert“, zeigte sich Trainer Neufeld sehr zufrieden. Vom Turm fehlte Timo Barthel der für die JEM-Qualifikation geforderte Schwierigkeitsgrad. „Daran werden wir in den nächsten Wochen noch arbeiten. Da sich vom Turm bei der DM nur ein Springer qualifiziert hat, gibt es für Timo noch eine Chance auf den zweiten JEM-Startplatz“, schaut sein Trainer optimistisch nach vorne.

Mit seinem DM-Abschneiden nicht ganz zufrieden war Alexander Lube. Zwar verbesserte er sich gegenüber der Hallen-DM vom Februar in allen Disziplinen, verpasste jedoch knapp den erneuten Gewinn der Bronzemedaille vom Turm. Sein Trainer Igor Gulov möchte ihn jedoch behutsam aufbauen und ist sicher, dass er bald den Anschluss an die nationale Spitze schaffen wird.

Timo Barthel
Timo Barthel bestreitet als
vierfacher Deutscher Meister in
Helsinki seine erste JEM-Teilnahme.

Auch für Benedikt Donay begann die DM nicht optimal. Vom 3m-Brett holte er im ältesten Jahrgang der A-Jugend hinter dem Dresdner Martin Wolfram zwar Silber und belegte auch in der Gesamtwertung der JEM-Qualifikation Platz zwei. Beide Male verpasste er jedoch die JEM-Norm. Die schaffte im JEM-Qualifikationswettkampf knapp der Rostocker Tim Pyritz, der im DM-Wettkampf weit zurück gelegen hatte. Als Gesamt-Dritter der JEM-Qualifikation ging das zweite JEM-Ticket daher dennoch an ihn.

Besser lief es für Benedikt Donay dann vom Einer. Im Wettkampf um die DM-Medaillen holte er sich hinter seinem Berliner Synchronpartner Oliver Homuth nicht nur Silber, sondern überbot bereits hier mit einem beruhigenden Vor-sprung vor Martin Wolfram die JEM-Norm. Im JEM-Qualifikationswettkampf ließ er dann nichts mehr anbrennen und erkämpfte sich überlegen seine fünfte JEM-Teilnahme. Im 3m-Synchronspringen waren Donay und Homuth ungefährdet und sicherten sich den DM-Titel und das JEM-Ticket nach Helsinki.

Nach einer wenig überzeugenden Leistung vom 3m-Brett steigerte sich Aachens vierter Starter, Christian Wolf, vom Einer deutlich. Nur vier Punkte hinter Wolfram verpasste er knapp Bronze, konnte in den Kampf um die JEM-Startplätze aber nicht eingreifen.

Hans Alt-Küpers

Ergebnisse bei Sportlicht Ltd.


1270245600
Worldseries in Qingdao/CHN - Qingdao (China)28.03.2010- 03.04.2010

Aktuell: Sascha im Halbfinale vom 10m auf Platz 2 vor Thomas Daley (mehr unter DSV)

Die beiden Allrounder Sascha Klein (SV Neptun Aachen) und Patrick Hausding (Berliner TSC) - beide sind Weltspitze im 3m und Turm – kamen im Synchron vom 10 m Turm mit deutlichem Vorsprung auf Rang 2 und haben sich dadurch erneut in die Prämienliste eintragen können. Allerdings mussten sie sich auch deutlich dem chinesischen Paar Yuan Cao/Yanquan Zhang, die etwas über 40 Punkte Vorsprung herausholen konnten, geschlagen geben. Nach der Pflicht noch auf Platz 3, steuerten die Olympia Zweiten von Peking 2008 bereits im 1. Kürdurchgang auf Silber zu. Mit dem 3 ½ rückwärts gehechtet im 4.Durchgang erzielten sie mit 89,60 Punkten und 8 – 9 Kampfrichterwertungen, ihre höchste Punktzahl. Als dann auch noch der 3 ½ Auerbachsalto synchron ins Wasser kam, konnten sich die beiden Sportsoldaten von dem Paar aus den USA, den WM Zweiten aus Rom 2009, und dem Paar aus Cuba, den WM Dritten aus Rom 2009 , absetzen. Im letzten Durchgang gelang Sascha und Patrick nochmal ein sehr schöner Sprung und so sicherten sie sich mit 442,56 Punkten. Auf den 2 ½ Salto rückwärts gehechtet mit 2 ½ Schrauben erzielten sie 88,56 Punkte. Patrick Hausding konnte sich so bereits seine zweite Medaille am ersten Wettkampftag der Diving Worldseries in Qingdao erkämpfen und erntete von allen Nationen und den Vertretern der FINA großes Lob

10 m Synchron Männer Finale
1.Yuan Cao/Yanquan Zhang CHN 483,15 Punkte
2.Sascha Klein/Patrick Hausding GER 442,56 Punkte
3.Jose Antonio Guerra/Jenkler Ernesto Aguirre Manso CUB 416,39 Punkte
4.Sanches German/Ivan Garcia MEX 415,71 Punkte
5.Thomas Finchum/J.J Kinzbach USA 408,57 Punkte
6.Peter Waterfield/Max Brick GBR 403,53 Punkte

Quelle: DSV-Berichte

1268002800
Sportlergala der Aachener Nachrichten08.03.2010
Sascha Klein - Sportler des Jahres 2008
Sascha Klein - Sportler des Jahres 2008
Foto: Andreas Steindl / Michael Jaspers

Die meisten Stimmen bei den Frauen kassieren die Boxerin Jessica Balogun, bei den Männern der Ringer Yashar Jamali, und in der Mannschaftswertung triumphieren die Judo-Frauen des Brander TV.

Sascha Klein, Vorjahressieger, erreicht diesmal Platz 2. 26,9 Prozent geben ihre Stimme dem erfolgreichen Wasserspringer des SV Neptun Aachen. Er gehörte auch nach den Olympischen Spielen 2008 zu den Titelhamstern in seiner Sportart. Dazu gehören die EM- und DM-Titel vom Turm Synchron. Im Sommer kam bei der offenen Deutschen Meisterschaft vor heimischer Kulisse auch Einzel-Gold vom Turm hinzu.

[Mehr ...]
[Bildergalerie]


1266706800
Internationale Deutsche Hallenmeisterschaften der offenen Klasse & Junioren in Berlin - Leipzig18.02.2010- 21.02.2010

Sascha Klein setzt erste Akzente

Der Olympia-Zweite stellt bei den nationalen Meisterschaften im Wasserspringen seine gute Form unter Beweis. Auch Pavlo Rozenberg, Norman Becker und Uschi Freitag ziehen zufriedene Bilanz.

Leipzig/Aachen. "Ja, das war schon alles ganz okay", sagt Sascha Klein und gestattet sich ein Grinsen. Der Olympia-Zweite von Peking hatte sich einige kleine Schwächen geleistet. Gerade so viele, dass die nationale Konkurrenz nicht in Depressionen versank, aber jeder sah, dass der 24-Jährige schon beim ersten frühen Saison-Highlight in sehr guter Form ist. Zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille verbuchte der Aachener Wasserspringer bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig. Je einmal Gold und Silber steuerte Uschi Freitag bei, zweimal Silber Pavlo Rozenberg. Mit einmal Bronze komplettierte Johannes Donay das Erfolgskonto des SV Neptun Aachen.

Ausgerechnet vom Ein-Meter-Brett, das er zuletzt im Wettkampf kaum gesprungen ist, schockte Klein zum Auftakt die Konkurrenz - auch wenn er im Finale denkbar knapp vor Rozenberg landete. Den Aachener Dreifach-Triumph komplettierte Johannes Donay. "Bei der Mannschafts-DM im Dezember habe ich schon vom niedrigen Brett gewonnen. International werde ich aus dieser Höhe aber eher nicht starten, das könnte zuviel werden", sagt der Allrounder, dessen stärkste Disziplin der Turm ist. Die Konkurrenz wird es gerne hören. "Das war ein absolut starkes Ergebnis von Sascha und mir. Wirklich schwer zu glauben, dass wir auf einem derart hohen Niveau so knapp beieinander liegen", grämte sich Brettspezialist Rozenberg nicht über Silber. "Mit der Punktzahl kann man bei der WM mit einer Medaille rechnen."

Auch vom Drei-Meter-Brett zogen die beiden Aachener in Vorkampf und Halbfinale der Konkurrenz davon. Doch nach dem Finale hatte Klein Bronze, und Rozenberg stand mit leeren Händen da. "Wir waren beide total müde. Der Wettkampf war so lang und von vielen technischen Störungen unterbrochen", erläuterte Rozenberg den Einbruch. Kleins Berliner Turm-Synchronpartner Patrick Hausding nutzte die Gunst der Stunde, und auch Stepahn Feck (Dresden) zog vorbei.

Vom Turm war Klein dagegen das Maß der Dinge, erhielt für seinen ersten Sprung, einen dreienhalbfachen Delfinsalto, gar dreimal die Höchstnote 10. "Die ersten drei Sprünge waren wirklich super, dann habe ich zwei Sprünge ein wenig nachgelassen, da hatte ich einige leichte Fehler beim Eintauchen", bleibt Klein gewohnt selbstkritisch. Ähnlich sah es bei Brett-Synchronspringen aus: Klein und Rozenberg dominierten die Konkurrenz, "aber im Finale fehlte uns im vierten Wettkampf der DM etwas die Kraft", so Klein. "Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden." Dem schloss sich Rozenberg an.

Relativ zufrieden war auch Norman Becker, der in Leipzig auf seine stärkste Disziplin, das Turmspringen verzichtet hatte. "Ich habe im Moment vom Turm ein Kopfproblem mit den Schrauben, das ich erst in den Griff bekommen muss", gab er zu. Vom Brett zeigte er eine gute Leistung und belegte Platz 6. Für den Neptun-Nachwuchs, wie die beiden B-Jugendlichen Timo Barthel und Alexander Schäfer, war die offene DM auch ein Test. "Gerade die beiden haben ihre schweren Sprünge gezeigt", freute sich Andreas Becker über den Nachwuchs.

Weiter nach Rostock

Etabliert ist dagegen Uschi Freitag. Nach dem Überraschungs-Gold bei der Sommer-DM 2009 in Aachen vom Drei-Meter-Brett sicherte sie sich diesmal Gold vom Einer und legte noch Silber vom höheren Brett nach. "Diesmal bin ich nicht abgerutscht", sagt die Maastrichterin. Das war ihr bei der WM 2009 in Rom passiert. "Das Finale war ganz okay, aber es war trotzdem noch nicht die Top-Leistung, die ich zeigen wollte."

Nicht ganz so gut kam sie in den Drei-Meter-Wettkampf. Doch sie steigerte sich gewaltig. "304 Punkte sind mein zweitbestes Ergebnis bisher, nur bei der DM in Aachen war ich mit 324 Punkten besser", freute sich Freitag. Gestern ging es weiter nach Rostock, wo der Grand Prix ansteht und sie mit Klein und Rozenberg die Neptun-Farben vertritt.

Quelle: AN/AZ - Bericht von Helga Raue

[ Lesetipp: Top Sportlerin - Uschi Freitag ]


1266102000
Deutsche Hallenmeisterschaften der A/B-Jugend in Halle - Halle a.d. Saale11.02.2010- 14.02.2010

"Das geht sogar noch besser"

Der Aachener Timo Barthel gewinnt viermal Gold bei der Wasserspringer-DM in Halle. Zweimal Silber für Benedikt Donay, Bronze für Alexander Lube

Halle. Eigentlich könnte Alex Neufeld ja strahlen, doch der Trainer des SV Neptun Aachen sagt ohne Überheblichkeit: "Das geht sogar noch besser." Gerade eben hatten seine Schützlinge bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Wasserpringer in Halle sieben Medaillen geholt und Timo Barthel in seinem B-Jugend-Jahrgang gar von allen Höhen Gold gewonnen. Zweimal Silber steuerte Benedikt Donay bei, einmal Bronze ging an Alexander Lube.
"Timos Schwierigkeitsgrad ist schon sehr hoch, nur bei der Sauberkeit mangelt es noch ein wenig", war Neufeld trotz des Erfolges kritisch, denn um bei der Jugend-EM eine Chance zu haben, müssen vor allem die Pflichtsprünge sauber ins Wasser gebracht werden. "Wenn er nicht mindestens 200 Punkte in der Pflicht einfährt, kann er auch nichts mehr retten." Barthel, gerade Jahrgang 1996, hat viel Potential. "Er ist sehr vielseitig, hat eigentlich keine Schwäche. Irgendwann machte er mal einfach so den dreieinhalbfachen Salto rückwärts. Und kürzlich sogar den dreieinhalbfachen Auerbachsalto aus dem Anlauf heraus", plaudert Neufeld aus dem Nähkästchen. "Das ist in dem Alter großartig. Aber er ist im Kopf noch nicht so weit, ihn im Wettkampf zu springen. Bis zur EM-Qualifikation im Mai ist aber noch etwas Zeit".

Jahrgangs-Bronze vom Turm steuerte Alexander Lube (Jahrgang 1996) bei. "Er ist sehr sauber gesprungen, aber sein Schwierigkeitsgrad reicht noch nicht nach für ganz vorne", analysiert sein Trainer und fügt hinzu, "und für das Brett fehlt ihm noch etwas Körpergewicht." Mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad vom Ein-Meter-Brett hatte Alex Schäfer (Jg. 1995) auf sich aufmerksam gemacht. "Er springt als Einziger einen zweinenhalbfachen Delfinsalto, aber im Wettkampf hatter er etwas Pech", so Neufeld. Die beiden Aachener werden wie auch Benedikt Donay zum deutschen Team beim Sechs-Nationen-Jugendländerkampf im französischen Bourg-en-Bresse (20./21. März) gehören.

"Ich habe Benedikt Donay gedroht, dass er aber nur fährt, wenn er seine Schwierigkeiten zeigt. Ohne den dreieinhalbfachen Salto bleibt er hier", wird Neufeld auf einmal energisch. Hintergrund: Donay (Jahrgang 1992) kann diesen Salto vorwärts vom Brett, aber "im Training will er ihn nie springen. Vom Ein-Meter-Brett hat er ihn in Halle gemacht, aber da war er natürlich ohne Training nicht gelungen", ärgerte sich Neufeld, denn so lag sein Schützling unnötig mit 90 Punkten Rückstand auf Martin Wolfram (Dresden) auf Platz 2. "Benedikt kann noch viel mehr, auch wenn er derzeit mit den Schrauben so seine Probleme hat. Bei der DM hat er keinen Schraubensprung gezeigt, mit Blick auf die EM muss er nun energisch daran arbeiten", fordert Neufeld. Auf den Turm-Wettkampf verzichtete Donay, da ihn erneut Schulterprobleme plagten.

Neufeld, der mit seinen Springern von Halle gleich zur Offenen DM nach Leipzig weiterreiste, meint: "Man muss schon sagen, alle diese Springer haben das, was ein guter Wassersparinger haben soll: Mut und die Möglichkeiten, etwas zu erreichen."

Bericht aus AN/AZ vom 17.2.2010 - Helga Raue


1265497200
Deutsche Hallenmeisterschaften der A/B-Jugend in Halle - Halle a.d. Saale05.02.2010- 07.02.2010

Sascha Klein, Benedikt Donay und Alexander Lube haben den Hallorenpokal nach Aachen geholt.
Herzlichen Glüchwunsch!

[Ergebnisse] [Regeln des Hallorenpokals] [Fotos von Torsten Hauptvogel]

[Bericht AN-Online]